Entstehung

30. Oktober 1997
An diesem Tag war der Beginn der Aufforstung auf dem
ehemaligen Truppenübungsplatz Wurzen- Lüptitz, bei dem
der damalige Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium,
Herr Kroll-Schlüter bemerkte, dass dies das
größte sächsische Aufforstungsvorhaben ist, welches von
seiner Größe her europäische Dimensionen besitzt.
Durch einen Kauf im September 1997 wurde unser Verein
nach jahrelangen Bemühungen endlich in die Lage versetzt,
sein im Sommer 1996 mittelfristig angelegtes und
verteidigtes Konzept umzusetzen. Dabei ließen wir uns stets
von unserem Grundsatz leiten: „Die Natur soll für künftige
Generationen erhalten bleiben und für Menschen unserer
Region erlebbar sein.“

    10.November 1997
    Beginn der Kampfmittel-beräumung als wichtigste Voraussetzung dafür, von sehr vielen leider unterschätzt. Neben den unmittelbaren Gefahren für die Bevölkerung ist die Kampfmittelberäumung sehr bedeutsam für den Trink- und Grundwasserschutz für die beiden Wasserwerke Canitz und Thallwitz, die täglich nahezu 600.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen.


    16. April 1999
    Gründung des Wurzener Stadtwaldes. Bevölkerung pflanzt 2000 Traubeneichen.

    20. April 2001
    Übergabe der “Allee der Bäume des Jahres”. Mit dieser Allee, die jährlich mit dem Baum des Jahres ergänzt wird, wollen wir deutlich machen, dass auch der einzelne Baum etwas wert ist. Inzwischen sind mehr als zwei Jahrzehnte vergangen. Das Wagnis und die Herausforderung bei der Umnutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wurzen-Lüptitz haben sich gelohnt.

    Insgesamt wurden 101,85 ha aufgeforstet
    Fast 750.000 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, mehr als 40 verschiedene Arten darunter als Hauptbaumarten:
    • 66,65 ha Traubeneichen – Winterlinden – Hainbuchen – Mischwald
    • 20,07 ha Rotbuchen mit Europäischer Lärche darüber hinaus wurden Bergahorn, Bergulme, Esche, Kiefer, Roteiche und an den Waldrändern u.a. Vogelkirsche, Eberesche, Wildapfel, Wildbirne, Hasel und Schneeball gepflanzt.


    Es lacht einen wahrlich das Herz, wenn man Jung und Alt auf den Wegen durch die Natur wandeln sieht. Mit der Entstehung eines
    so nahen Waldgebietes ist für die Stadt Wurzen und die Gemeinde Lossatal ein großer Schritt zur Naherholung, für den Freistaat Sachsen ein großer Schritt vorwärts zur Waldmehrung und für die Wasserwerke Leipzig ein noch größerer zum Trinkwasserschutz getan worden.

    Pflanzen Baum des Jahres 2021

    Seit nunmehr 20 Jahren wird jährlich im April der Baum des Jahres im Stadtwald Wurzen gepflanzt. So wurde diese sehr schöne Tradition auch in diesem Jahr fortgesetzt. Der durch die Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung ausgerufene Jahresbaum, die Europäische Stechpalme, wurde am 28.04.2021 in der Allee der Bäume gepflanzt. Das 20-jährige Jubiläum nahmen wir zum Anlass die Beschilderung der jeweiligen Jahresbäume zu erneuern.

    Allee Bäume des Jahres

    Die neuen Schilder für die Bäume des Jahres von 1989 bis 2021 werden wir als Foto mit dem dazugehörigen Baum auf dieser Seite einpflegen. Beginnen werden wir mit der Stechpalme und nach & nach die restlichen einarbeiten. Wer umfangreichere Informationen zu den Jahresbäumen sucht, findet diese unter Baum des Jahres.

      Funktion

      Von Wäldern gehen positive Wirkungen auf Boden, Waser, Luft und Klima aus.Wälder stabilisieren den Naturhaushalt und sind Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, sie liefern nachhaltig den wertvollen Rohstoff Holz und dienen als Erholungsort. Das gilt in unseren waldarmen Gegend  in Nordwestsachsen ganz besonders . Einige Waldbäume die in der Vergangenheit hier angebaut wurden, haben  schon unter den derzeitigen Klimabedingungen einen schweren Stand. Das gilt insbesondere für die Baumart Fichte, die ihren hohen Wasserbedarf in unserem Löß –Hügelland nur in günstigen Jahren decken kann. Unter den prognostizierten Klimaveränderungen wird sich die Situation verschärfen, so dass wir die Wälder an diese Veränderungen anpassen müssen.

       Nur so kann der Wald seine Funktion auch in Zukunft erfüllen.